Fortbildungen


für Trainerinnen


zu den Themen:

  • Training für gehörlose Frauen
  • Training für blinde Frauen
  • Training für körperbehinderte Frauen
  • Training für ältere Frauen

In Deutschland:
  • 1-tägige Trainerinnen-Fortbildung
    Meistens direkt vor einem Selbstverteidigungs-Wochenendtraining für gehörlose oder körperbehinderte Frauen
  • Fortbildungs-Wochenende
    Meistens im Rahmen der von Sunny Graff entwickelten Ausbildung, die inzwischen durch Regina Speulta in Karlsruhe gegeben wird
  • Praktikum
    An einem Wochenende assistieren, und in der Praxis lernen mit der jeweiligen Zielgruppe zu arbeiten

Inhalte (abhängig von der Form und Zeitspanne):

  • Theorie und Diskussion über die spezifische Gewalt gegenüber Frauen mit einer körperlichen und /oder auditiven Behinderung
  • Information über unterschiedliche Behinderungen und das Umgehen damit im Training (Bedürfnisse, Praktische Anpassungen, Assistenz etc.)
  • Unterschiedliche Trainingsinhalte mit Bezug auf spezifische Gewalterfahrungen
  • Unterschiedliche Trainingsinhalte mit Bezug auf die körperliche und /oder auditive Behinderung (z.B.: Rollstuhl als Waffe einsetzen, Schreiübungen für Gehörlose…)
  • Unterschiedliche Methoden des Unterrichts
  • Praktisches Training mit Übungen für unterschiedliche Behinderungen
  • Integration von Frauen mit einer Körperbehinderung in gemischte Gruppen

Schwerpunkt: Selbstverteidung für gehörlose Frauen.

Durch meine Arbeit mit gehörlosen Frauen habe ich erreicht, dass sich in Deutschland mehr und mehr Selbstverteidigungs- und WenDo-Trainerinnen für dieser Zielgruppe zugewandt haben. In den letzten Jahren haben in vielen Städten verschiedene (hörende) Trainerinnen die Arbeit mit gehörlosen Frauen aufgegriffen, Gebärdensprache gelernt und ihre Programme entsprechend angepasst. Ein besonderes Ziel von mir ist es, hörbehinderte Frauen selbst als Trainerinnen aus- und weiterzubilden.

Aus meiner Erfahrung ist deutlich geworden, dass es nicht ausreicht, im Training einfach eine Dolmetscherin dazuzunehmen. Das Training muss insgesamt auf die Zielgruppe abgestimmt werden. Folgende Kriterien sind im Lauf der Zeit entwickelt worden:

Qualitätskriterien für Trainerinnen von gehörlosen, schwerhörigen und ertaubten Frauen:

  • Trainerinnen sollten selbst fliessend die Deutsche Gebärdensprache beherrschen. Nur dadurch ist der direkte Kontakt zu den Teilnehmerinnen eines Kurses gewährleistet.
  • Trainerinnen sollten selbst mit Gehörlosen Kontakt haben, so dass sie wissen, was diese Behinderung im täglichen Leben für die Betroffenen bedeutet.
    Z.b. bei Rollenspielen können sich die Trainerinnen dann besser vorstellen, welche Situationen und Grenzüberschreitungen Hörbehinderte im Alltag erleben.
  • Trainerinnen sollten ihr Konzept inhaltlich so anpassen, dass es auf die speziellen Bedürfnisse Gehörloser zugeschnitten ist. Da oft eine andere Problematik eine Rolle spielt, müssen auch viele Übungen verändert werden. (z.b. Verbale Situationen, Angriffe von hinten, Schrei- Übungen ….)
  • Trainerinnen sollten ausreichendes Wissen über körperliche Einflüsse der Hörbehinderung haben (Motorik, Gleichgewicht, Geräuschempfindlichkeit von Schwerhörigen….)
  • Trainerinnen sollten ihr Training didaktisch anpassen (nichts erklären und gleichzeitig vormachen, Struktur im Aufbau, Konzentration, Übungen mit geschlossenen Augen…)
  • Wenn schwerhörige Frauen anwesend sind ( die nicht gebärden können), ist eine Dolmetscherin für die Kommunikation zwischen den Teilnehmerinnen unbedingt nötig.
  • In anderen Situationen ist eine Gebärdendolmetscherin oft auch sinnvoll, vor allem um zurück (in gesprochene Sprache) zu dolmetschen, wenn Frauen sehr schnell gebärden.

Eine ähnliche Liste könnte auch für Trainerinnen der anderen Zielgruppen erstellt werden.

Für Kommentare, Ergänzungen oder Anfragen bin ich gerne erreichbar:

Telefon oder Fax: 0031-20-6825912 oder e-mail: Info@VeerKracht.nu

Weiterlesen unter:
Hintergrund der Trainerin
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